Paris, bei schlechtem Wetter
5 Min. Lesezeit
Eine Woche Regen, drei nächtliche Proben und die seltsame Klarheit, die ein durchnässter Mantel der letzten Ravel-Seite abgewinnt.
Paris im März weigert sich, eine Jahreszeit zu wählen. Was sich als genau das richtige Wetter für Ravel herausstellt.
Zwischen den Proben bin ich immer wieder in die Orangerie geflüchtet, um bei den Nymphéas zu sitzen. Beim dritten Besuch wurde mir etwas Peinliches klar: Ich hatte den Beginn der Ondine wie ein Aquarell gespielt, obwohl er eigentlich ein Ölgemälde sein will. Dick, pastos, widerwillig.
Das alte Klischee, französische Musik handle vom Licht, ist halb falsch. Sie handelt vom Widerstand, auf den das Licht trifft.
Diesen Beitrag teilen
Weiterlesen
7 Min. Lesezeit
Kandinsky im Ohr
Über Synästhesie, Farbenlehre und was Skrjabin uns noch immer über die innere Geometrie eines Akkords beibringt.
4 Min. Lesezeit
Warum ich nachts aufnehme
Nach Mitternacht atmet der Raum anders. Die Mikrofone hören es — und Sie später auch.
6 Min. Lesezeit
Schönberg lesen (langsam)
Drei Monate mit op. 19 — und was sie mir über Geduld, Dichte und die Torheit des zu schnellen Übens beibrachten.
Nah an der Musik bleiben
Konzerttermine, neue Veröffentlichungen und gelegentliche Nachrichten von unterwegs — nicht mehr, nicht weniger.